Wer durch das Kärntner Metnitztal reist, kommt an einer echten Zeitkapsel nicht vorbei: Friesach, die älteste Stadt Kärntens. Schon beim Überqueren des noch immer wasserführenden Stadtgrabens fühlt man sich augenblicklich in das Jahr 1200 zurückversetzt. Friesach ist ein Paradies für Historien-Fans, gemütliche Spaziergänger und – wie könnte es auf diesem Blog anders sein – für echte Genießer.
Das versteckte Highlight: Die Kirchenruine am Virgilienberg
Während die mächtige Petersberg-Burg über der Stadt sofort ins Auge sticht, hat uns ein anderer Kraftort magisch angezogen: der Virgilienberg am südlichen Ende der Altstadt.
Der kurze, von schattigen Bäumen gesäumte Aufstieg belohnt einen mit einer fast mystischen Atmosphäre. Oben thronen die stolzen Reste der Kirchenruine St. Virgil. Die im 13. Jahrhundert erbaute Propsteikirche fiel im Laufe der Jahrhunderte mehreren Stadtbränden zum Opfer, doch was heute noch steht, ist faszinierend.
Die monumentalen, gotischen Fensterbögen ragen wie steinerne Wächter in den Kärntner Himmel. Das Besondere hier oben? Es ist wunderbar friedlich. Während unten das Stadtleben pulsiert, findet man in den Ruinen einen perfekten Rückzugsort. Schnappt euch eine der Holzbänke, genießt den sensationellen Blick über die Dächer von Friesach und lasst die Seele baumeln.
Der perfekte Gusto-Stopp zum Abschluss
Ein echter Gusto-Stopp darf nach so viel Kultur natürlich nicht fehlen. Unser Tipp: Schlendert wieder hinab zum historischen Hauptplatz. Friesach ist berühmt für seine traditionellen Gasthäuser und das legendäre Craigher-Schokoladen-Café, wo man sich durch handgeschöpfte Kreationen probieren kann. Wer es herzhafter mag, holt sich in einem der schattigen Gastgärten ein frisch gezapftes, regionales Bier und Kärntner Kasnudeln.
Fazit: Friesach ist kein Ort, den man einfach nur durchfahren sollte. Es sind die versteckten Ecken wie die Ruine am Virgilienberg, die beweisen: Die besten Geschichten schreibt das Mittelalter – und die besten Pausen macht man in Kärnten!
