Etappe 3: Kozarevac (HR) – Tekućica (BIH)

So wird man hier willkommen geheißen

Schreck am Morgen: Die Sache mit dem Licht. Der Tag begann mit einer gehörigen Portion Adrenalin. Ein plötzlicher Stromausfall im Wohnbereich legte das Wohnmobil komplett lahm. Es ging gar nichts mehr. Was folgt in so einem Moment? Die übliche panische Fehlersuche, während im Kopf bereits die teuersten Reparatur-Szenarien durchgespielt werden. Nach ein paar schweißtreibenden Minuten löste sich das Rätsel glücklicherweise in Wohlgefallen auf: Die Beifahrerin wollte am Morgen lediglich das Nachtaußenlicht ausschalten. Anstelle des Lichtschalters erwischte sie jedoch den Hauptschalter – ein Punkt, der ihr schlicht nicht bewusst und dem Fahrer in der Situation völlig unklar war. Ende gut, alles gut – und alle Geräte inkl. Internetzugang konnten dann doch noch benutzt werden!

Kroatisches Flachland & Endlose Straßendörfer Frisch gestärkt ging es von Kozarevac aus in Richtung Süden. Die Landschaft in dieser Region ist geprägt von schier endlosen Straßendörfern, bei denen ein Ort nahtlos in den nächsten übergeht. Rechts und links der Route dominieren weite landwirtschaftliche Flächen: Neben riesigen Mais- und Sonnenblumenfeldern prägen vor allem ausgedehnte Haselnuss-Plantagen und traditionelle Tabakfelder das grüne Bild dieser fruchtbaren Tiefebene.

Kulturelle Highlights entlang der Route

  • Virovitica: Kurz nach dem Start passiert man die Stadt Virovitica. Blickfang im Zentrum ist das imposante Schloss Pejačević (Dvorac Pejačević), ein elegantes Barock-Klassizismus-Bauwerk aus dem späten 18. Jahrhundert, umgeben von einem gepflegten Stadtpark.
  • Grenzübertritt bei Grenzübergang Šamac: Weiter südlich verläuft die Route in Richtung der Grenze nach Bosnien und Herzegowina.
  • Tuzla & Doboj Region: Nach der Einreise nach Bosnien verändert sich das Landschaftsbild rasch. Die Straßen schlängeln sich durch sanftere Hügel und Flusstäler.

Tagesziel & Nächtigung: Tekućica Das Ziel der heutigen Etappe ist Tekućica nahe Doboj. Nach der Fahrt durch die weitläufigen Agrarlandschaften Kroatiens bietet die ruhige Gegend südlich von Doboj eine perfekte Kulisse, um den Abend entspannt ausklingen zu lassen.

Unser Stellplatz war das Seosko domaćinstvo camping „Lužani“ (Google Maps: https://maps.app.goo.gl/3PfbC8FwqYycWL9h7).

Ein idyllisch gelegenes, familiäres Landgut mitten im Grünen, das durch herzliche Gastfreundschaft überzeugt – nicht selten wird man direkt mit hausgemachtem Wein, Schnaps oder frischem Gartenobst empfangen.

  • Platz & Ruhe: Gepflegte, ebene schottrige Wiese umgeben von Natur – perfekt für eine ruhige Nacht.
  • Infrastruktur: Strom, Frischwasser und sehr saubere Sanitäranlagen sind vorhanden.
  • Besonderheit: Auf Wunsch gibt es ehrliche, hausgemachte bosnische Landküche. (Achtung: Vorbestellen oder länger warten 😉)

Ein perfekter Zwischenstopp für alle, die authentische Gastfreundschaft einem anonymen Großcampingplatz vorziehen.

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